genua reduziert Malwarerisiko bei Remote Updates über Fernwartungszugänge

  • ICAP-Schnittstelle für genubox ermöglicht die Anbindung externer Viren- und Malware-Scanner
  • Mehr Schutz für Industrieanlagen vor Kompromittierung durch infizierte Patch-Dateien oder Firmware-Updates 

Kirchheim bei München, 16. November 2023. Mit der Unterstützung des offenen Internet Content Adaption Protocol (ICAP) ermöglicht der deutsche IT-Sicherheitsspezialist genua ab sofort die Anbindung weiterer externer Viren- und Malware-Scanner an seine Fernwartungslösung genubox. Durch die sichere und Malware-geprüfte Übertragung von Daten wie Patch-Dateien oder Firmware-Updates verbessert sich das Sicherheitsniveau in der industriellen Fernwartung weiter. 

Höheres Sicherheitsniveau bei mehr Nutzungskomfort

Mit dem zunehmenden Einsatz von Fernwartungszugängen in Produktionsumgebungen wird auch eine sichere Remote-Datenübertragung von Patches und Updates immer wichtiger. Um die Sicherheit operativer Technologie (OT) in kritischen Infrastrukturen und Industrieumgebungen zu gewährleisten und um eine Infektion von Geräten, Maschinen und Anlagen mit Firmware-Malware zu verhindern, ist es wichtig, die Integrität von Dateien vor dem Einspielen sicherzustellen. In der Vergangenheit wurde die Durchführung von Updates aus Sicherheitsgründen häufig durch den Einsatz physikalischer Medien oder spezieller elektronischer Datentransfers bewerkstelligt. Durch die Anbindung eines Viren- und Malware-Scanners via ICAP-Protokoll an die Fernwartungsumgebung genubox kann dieser Schritt nun entfallen.

Vereinfachte Malware-Prüfung dank ICAP

ICAP ist ein offenes, leichtes Protokoll zur einfachen Weiterleitung von HTTP(S)- und FTP-Daten an einen ICAP-Server beziehungsweise externen Virenscanner. Dieser Schritt verbessert den Schutz von Industrieanlagen vor Viren und Malware in Updates und Patches, die von Herstellern und externen Dienstleistern remote in ein Zielsystem eingespielt werden. Dabei hält die genubox Rendezvous-Umgebung die zu übertragenden Dateien zunächst in einem auf der genubox standardmäßig angelegten Quarantäneverzeichnis zurück. Erst nachdem der über ICAP angebundene Malware-Scan-Server deren Überprüfung abgeschlossen und die Freigabe mittels HTTP-Code an die Servicebox gemeldet hat, werden die Daten an das Zielsystem übertragen. 

Audit-Trails werden unterstützt

Dank der in der genubox implementierten Logging-Funktionen können Fernwarter in regulierten Umgebungen die fehlerfreie Überprüfung und Übermittlung der Dateien in ihrem Audit-Trail nachweisen. In der Pharmaindustrie ist dies beispielsweise durch die „Good Manufacturing Practices“ (GMP) der Europäischen Arzneimittelagentur gefordert. Ähnliches gilt für Umgebungen, in denen ein Sicherheitsmonitoring notwendig ist. Hierzu verfügt die genubox über eine Schnittstelle zu SIEM-Systemen (Security Information and Event Management) zur zentralen Erfassung aller sicherheitsrelevanten Meldungen.  

„Mit der Einbindung eines Malware-Scanners und der Nutzung des ICAP-Protokolls in der Rendezvous-Umgebung konnte genua gemeinsam mit seinen Partnern das Sicherheitsniveau der Rendezvous-Umgebung nochmals erhöhen,“ so Jürgen Geisler vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Darmstadt. „Produktionsunternehmen und Fernwartungsdienstleister profitieren damit neben dem höheren Sicherheitsniveau auch von der Verbesserung des Nutzungskomforts, da für die Datenübertragung der Einsatz einer weiteren Technologie entfällt.“

Die Ausleitung von Daten über ICAP ist ab genubox Version 8.2 und höher möglich. 

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Über genua

Mit ihren in Deutschland entwickelten und produzierten IT-Sicherheitslösungen ist die genua GmbH eine Wegbereiterin für digitale Souveränität. Behörden, geheimschutzbetreute Organisationen und KRITIS-Unternehmen vertrauen auf genua zum Schutz ihrer kritischen und hochsensiblen digitalen Infrastrukturen.

genuas Portfolio umfasst hochsichere, Backdoor-freie und skalierbare IT-Security-Produkte wie Firewalls, Gateways, quantenresiliente VPNs, Fernwartungssysteme und Komplettlösungen für VS-NfD-konformes mobiles Arbeiten. Viele Produkte sind auch als virtualisierte Variante für eine flexible Cloud-Integration verfügbar. Regelmäßige Zertifizierungen und Zulassungen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) belegen das hohe Sicherheits- und Qualitätsniveau.  

Mit ihren rund 500 Mitarbeitenden ist die genua GmbH Teil der Bundesdruckerei-Gruppe. Das Unternehmen ist vom BSI als „Qualifizierter Hersteller“ eingestuft und mit seinen Produkten im Kaufhaus des Bundes gelistet. Zu den Kunden zählen u. a. BMW, die Bundeswehr, das THW und die Würth-Gruppe.